Glossar
Purdue-Modell
Auch bekannt als: Purdue Model, Purdue Enterprise Reference Architecture, PERA
Das Purdue-Modell ist eine Referenzarchitektur, die industrielle Netze in Ebenen gliedert – vom physischen Prozess (Ebene 0) bis zur Unternehmens-IT (Ebenen 4–5), mit einer industriellen DMZ dazwischen.
Von Thomas HeukerZuletzt aktualisiert:
Das Modell geht auf die Purdue Enterprise Reference Architecture der 1990er-Jahre zurück und ist bis heute die gemeinsame Sprache, um OT-Netze zu beschreiben:
- Ebene 0 – physischer Prozess: Sensoren, Aktoren, Antriebe
- Ebene 1 – Basissteuerung: SPS, RTU, Sicherheitssteuerungen
- Ebene 2 – Prozessführung: Bedienstationen (HMI), Engineering-Workstations
- Ebene 3 – Betriebsführung am Standort: Historians, SCADA-Server
- Ebene 3.5 – industrielle DMZ
- Ebenen 4–5 – Unternehmens-IT
Moderne Architekturen mit Cloud und IIoT verwischen die Ebenen, doch für die Segmentierung und für die Frage, wo ein OT-SOC seine passiven Sensoren platziert, bleibt das Modell nützlich.