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SOC für OT

Glossar

Purdue-Modell

Auch bekannt als: Purdue Model, Purdue Enterprise Reference Architecture, PERA

Das Purdue-Modell ist eine Referenzarchitektur, die industrielle Netze in Ebenen gliedert – vom physischen Prozess (Ebene 0) bis zur Unternehmens-IT (Ebenen 4–5), mit einer industriellen DMZ dazwischen.

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Das Modell geht auf die Purdue Enterprise Reference Architecture der 1990er-Jahre zurück und ist bis heute die gemeinsame Sprache, um OT-Netze zu beschreiben:

  • Ebene 0 – physischer Prozess: Sensoren, Aktoren, Antriebe
  • Ebene 1 – Basissteuerung: SPS, RTU, Sicherheitssteuerungen
  • Ebene 2 – Prozessführung: Bedienstationen (HMI), Engineering-Workstations
  • Ebene 3 – Betriebsführung am Standort: Historians, SCADA-Server
  • Ebene 3.5 – industrielle DMZ
  • Ebenen 4–5 – Unternehmens-IT

Moderne Architekturen mit Cloud und IIoT verwischen die Ebenen, doch für die Segmentierung und für die Frage, wo ein OT-SOC seine passiven Sensoren platziert, bleibt das Modell nützlich.

Purdue-Modell mit typischen Messpunkten eines OT-SOCEbenen 0 bis 5 des Purdue-Referenzmodells mit der industriellen DMZ auf Ebene 3.5 und passiven Netzwerksensoren zwischen den Ebenen 1–2, 2–3 und an der IDMZ, die das SOC speisen.L5UnternehmensnetzInternetzugang, E-Mail, CloudL4Geschäftsplanung & LogistikERP, MES-Schnittstellen, IT-DiensteL3.5Industrielle DMZJump-Hosts, Patch- & AV-Relays, Daten-BrokerL3StandortbetriebHistorian, SCADA-Server, OT-DomäneL2ProzessführungHMI, Engineering-WorkstationsL1BasissteuerungSPS, RTU, Sicherheitssteuerungen (SIS)L0Physischer ProzessSensoren, Aktoren, AntriebeSOC
Passiver Sensor (SPAN/TAP) — Purdue-Modell mit typischen Messpunkten eines OT-SOC

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